THE 7th DAY
Camera Obscura Project
in memory of Joseph Nicéphore Niépce and the worldwide first Photography - Mai 1816 - non fixed
 
BLOG  KONZEPT  BESTELLUNG

Licht und Schatten
Licht und Schatten
2019
LICHT UND SCHATTEN IM STADTTEIL STÜHLINGER IN FREIBURG
EIN CAMERAOBSCURA PROJEKT DER GALERIE PETER KAMMERER FREIBURG UND PRZEMEK ZAJFERT STUTTGART

Ein Projekt mit 52 Lochkameras an verschiedenen Orten im Stadtteil Stühlinger. Das Projekt ist angelegt als Kunst- und Mitmachaktion und findet im Rahmen des seit 2012 laufenden internationalen Projekts "The 7th Day" statt. Die Kameras werden in der Galerie Klarastr. 57 an interessierte Bewohner ausgegeben und sollen an verschiedenen Stellen im Stühlinger aufgestellt werden. Die Belichtungszeit beträgt 7 -14 Tage. Der Aufstellungsort der Kamera wird festgehalten. Nach diesen 7-14 Tagen sind die Kameras wieder in der Galerie Klarastr. 57 abzugeben. Hier werden die belichteten Originale an Zajfert weitergeleitet, digitalisiert und der Edition hinzugefügt – gerne auch mit einem kurzen Text, Geschichte zum Ort oder Beweggrund für die Wahl des Aufstellungsortes. Aus den Bildern entsteht eine besondere Landkarte vom Stühlinger.. Abzüge der Bilder werden an verschiedenen Orten bzw. den Schaufenstern im Stühlinger zu sehen sein und in einer gemeinsamen Ausstellung 2019 zusammengeführt.

 Archiv des Zufalls
Archiv des Zufalls

Archiv des Zufalls

 

Die Kamera zu diesem Bild hing 8 Jahre lang an einem Baum in München. Für mehr Information klicken Sie Hier

 

 

Transtar Europa - Übersetzungswürfel
Transtar Europa - Übersetzungswürfel

TransStar Europa - Ein europäisches Literatur- und Übersetzungsprojekt. transstar-europa.com    

Autoren: Przemek Zajfert und Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Literaturübersetzer-Projekts „TransStar Europa“ für das Projekt „Übersetzungswürfel: Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung“

Der schillernde Titel The 7th day nimmt Bezug auf ein partizipatives Kunstprojekt von Przemek Zajfert, eines in Polen geborenen und in Stuttgart lebenden Licht- und Fotokünstlers. Grundlage ist ein einfaches Fotoverfahren ohne Labor: Camera Obscura, die Lochkamera, eine Box mit kleinem Loch und lichtempfindlichem Papier auf der innenliegenden Seite, das die Herstellung von Fotografien ganz ohne zusätzliche Technik ermöglicht und auf die Erfindung der Fotografie von Nicéphore Niépce zurückgeht. Ausgestattet mit Lochkameras haben sich Menschen weltweit an Zajferts The 7th day beteiligt, seine Kamerabox gekauft, eine Fotografie erstellt und ihm diese zurückgeschickt. Durch das Prinzip der Langzeitbelichtung – sieben Tage bei normalen Lichtverhältnissen – zeichnet sich auf den Fotos Unbewegtes deutlich ab, während Menschen oder Tiere zu flüchtigen und unsichtbaren Geistern werden. Blicke auf Orte, Objekte und Situationen finden ihren verfremdeten und übersetzten Abdruck auf dem Fotopapier und erfahren auf diese Weise eine neue ästhetische Dimension in sich überlagernden Zeitschichten. Entstanden ist ein frei zugängliches online-Fotoarchiv mit Lochkamera-Fotografien aus der ganzen Welt. Die Ausstellung in Ljubljana zeigt Fotografien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Literaturübersetzer-Projekts TransStar Europa für das Projekt Übersetzungswürfel: Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung, die – ausgestattet mit einer eigenen Lochkamera – Orte des Übersetzens gesucht, gefunden und festgehalten haben. Przemek Zajfert ist auch selbst seit vielen Jahren mit der Lochkamera reisend und fotografierend unterwegs. Sein großes digitales Archiv dokumentiert seine Stationen, Stadtansichten und weiterer Lochkameraprojekte, die er initiiert hat.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Gefördet von Robert Bosch Stiftung, Kulturstiftung des Bundes, Goethe Institut, Literaturhaus Stuttgart, Uniwersytet Łódzki, Villa Decius, Uniwierza w Ljubljani, TransStar Europa, Programm für lebenslanges Lernen der Europäischen Union

Literaturhaus Stuttgart
Literaturhaus Stuttgart

"Camera Obscura - Vermessung der Zeit", Literaturhaus Stuttgart - noch bis 4. Juli 2014

 

 

Kalotte/G. Sommer
Kalotte/G. Sommer

 

Dies ist eine Bildreihe von G.Sommer.

 

CATSKILLS  - PINHOLE CAMERA PROJECT
CATSKILLS - PINHOLE CAMERA PROJECT

 

Hier finden Sie Bilder aus dem Unterprojekt Catskills.

Catskill ist ein geschütztes Waldgebiet nördlich von New York City. Die Bilder die Sie hier sehen sind ausschließlich von Bewohnern des Naturschutzgebiets.

 

750 Bilder für Sindelfingen
750 Bilder für Sindelfingen
750 Bilder für Sindelfingen Ein Kunst- und Mitmach-Projekt der Bürger für Sindelfingen.

Idee und Betreuung: Veranstalter des SINDELFINGER – HANDWERKERMARKTS – Familie Hein und Przemek Zajfert.

Zum Stadtjubiläum – 750 Jahre Sindelfingen – im Jahr 2013 machen die Bürger Ihrer Stadt ein außergewöhnliches Geschenk: ein fotografisches Portrait der Stadt in 750 Bildern.
Bereits um ca. 1200 war Albertus Magnus die Oxidation und Schwärzung des Silbernitrats bekannt. Das Projekt nutzt die Beobachtung, so alt wie die Stadt Sindelfingen, eine Camera Obscura, moderne Digital- und Drucktechnik und das Internet zur Realisierung des Portraits und sein Erhalt für die Zukunft. Es entsteht eine Bildergalerie im Internet und hochwertige Ausdrucke, die in der Galerie der Stadt Sindelfingen präsentiert werden.

 

700 Tage Metzingen
700 Tage Metzingen
700 Tage Metzingen
Camera Obscura Mapping


Einladung zur Ausstellung Zur Eröffnungsveranstaltung
am Dienstag, 25. April 2017, 19 Uhr
in der Kreissparkasse in Metzingen, Schönbeinstraße 11
laden wir Sie, Ihre Angehörigen und interessierten Freunde
herzlich ein.


Zur Eröffnung spricht Herr Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler.
Musikalischer Beitrag: Band Hawelka - Petr Novak - Jan Georg
Plavec - Christian Seyffert. Namensgeber der Band ist ihr Lieblingsort,
das traditionsreiche Wiener Intellektuellencafe Hawelka.
Mit ihrem Hawelka Sound, zwischen Blues, Pop und Psychedelic,
tourte die Band durch Deutschland, Österreich und Tschechien
und ist in und um Stuttgart regelmäßig live zu sehen.
Wir freuen uns über Ihr Kommen.

mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Reutlingen und Stadtbücherei Metzingen

Winsen
Winsen

The 7th Day - Bilder aus Winsen mit der Camera Obscura von Mathias Riemann

Meine sehr verehrten Damen und Herren, herzlich willkommen – eröffnung der Ausstellung – drinnen – oder vor der Black Box... Zu der Ausstellung in den Räumen des Winser Kulturcafé nebenan begrüße ich ganz herzlich Przemek Zajfert.

Herr Zajfert, wohnhaft in Stuttgart, geboren in Breslau, von Hause aus Fotograf wie schon sein Großvater, hat die Initialzündung zu dieser Ausstellung gegeben, deren Bilder dann letztlich von ganz unterschiedlichen und verschiedenen Menschen gestaltet wurden. 16 Fotos hier in diesem Bereich aus Winsen, die kleinen und mittleren Formaten aus München, Polen, England ---wer weiß, vielleicht entdecken Sie noch einen weiteren Ort! Und dann die mehr oder weniger Schwarz weiß Aufnahmen, mehr chamois! und Sepia von Przemek Zajfert selber – Fotoarbeiten von vor 10 Jahren aus dem beschaulichen kleinen Universitätsstädtchen Tübingen, knapp 30 Kilometer südlich seines Wohnortes Stuttgart.

Gemeinsam ist allen, dass sie mit der ältesten Fototechnik der Welt aufgenommen wurden, einer Lochkamera. Die Lochkamera ist das Erkennungszeichen des Künstlers, der verschiedene Lochkameras ausprobiert hat – verschieden sind sie in der Variation Schachtel und Belichtungszeit. Letzteres wiederum hängt vom benutzten Fotomaterial ab. Auf der einen Seite das Einfallsloch für das Licht, auf der anderen Seite der kleinen Black Box das fotoempfindliche Material, das je nach Beschaffenheit 3 Minuten, 2 Stunden, einen oder gar 7 Tage, gar 14 Tage belichtet wird. Die Tübinger Fotografien haben weit geringere Belichtungszeiten – 2 Stunden - als die kleinen4x5 oder 5x7 Filmformate, die zB Platz in einer Filmschachtel finden, wie die Älteren unter uns sie noch aus Zeiten der chemischen Fotografie kennen, als Agfa, Kodak oder Ilford ihre Filme in diesen Filmdosen verkauft haben. Diese Filmformate vertragen Belichtungszeiten von 7 Tagen bis letztlich sogar einem Jahr! Eine Schachtel entsteht, mit einer winzigen Öffnung, die etwa Blende 180 entspricht, gebogen in der Filmdose, was einem Weitwinkel von ca 120 Grad nahekommt. Das Ganze ist dabei nicht einfach eine Marotte, ein Zufallsprodukt aus eine Laune heraus, um damit ein wenig Geld zu verdienen auf einem adventlichen Weihnachtsmarkt. Genauso wenig wie es Zufall ist, was an Gestaltung herauskommt. Dahinter steckt eine sehr grundsätzliche Überlegung – Denn in jeder – zumal immer komplexer werdenden - technischen Ausrichtung, wie wir sie in der Fotografie erleben, steckt die Beschneidung innerhalb des technischen Programms.

Der Fotograf bewegt sich in den Grenzen, die ihm die Technik auferlegt. Wenn Przemek Zajfert hingegen diese Technik meidet bzw auf ein Minimum reduziert, gewinnt er größtmöglichen künstlerischen Freiraum. Przemek Zajfert hat inzwischen über 5000 dieser Filmdosen-cameras weltweit verkauft – in Winsen kamen wie gesagt 16 dieser kleinen cameras obscura zum Einsatz – Kirche und Brücke, Schuppen und abstrakte Spiegelung, das Haus gegenüber, die Kirchstraße, ein Spielgerät, der bekannte Blick aus dem Fenster – bekannte und weniger bekannte Motive finden sich. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre Autoren sich Zeit genommen haben, Zeit, um zu überlegen, wo stelle ich die Fotodose auf? Zeit, dass das Licht hineinfallen kann. Przemek Zajfert hat dieses Projekt The 7th Day genannt, sieben Tage, oder der 7.Tag.

Am siebten Tag aber ruhte Gott von allen seinen Werken, die er gemacht und geschaffen hatte. So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden. Die Zahl 7 gibt dabei einen Rhythmus vor, sie beschreibt einen Bogen, da sie auf die Vollendung, auf das Geschaffene, auf das Fertige hinzielt. Es ist eine gerichtete Zahl. Sie grenzt sich von dem dauerndem Tun, der Vielgestaltigkeit, der permanenten hektischen Bewegung ab. Ich finde es am spannnensten an den Bildern dieses Projektes, dass sie zwar Bewegung einfangen – aber eben nicht den Flug des Vogels, die Winzigkeit eines Augenblicks, wenn ein Auto vorbeifährt – nein, die Fotos wirken insgesamt so, als seien sie insgesamt in Bewegung, anders gesagt: einer Schaffensbewegung ausgesetzt, aus der sie zur Ruhe gebracht wurden. Die Kanten bleiben eben nicht gestochen scharf gezeichnet und die Farben wirken wie gemalt, aquarelliert.

Die Betrachtung löst dabei einen wohltueenden Reflex aus – ich denke mir, mein Auge dankt es mir, sich nicht dauernd scharf stellen zu müssen. Die digitale Welt ist ja eine Welt, die mein Auge dazu nötigt, permanent hinter der Vielzahl von kleinen Datenpunkten hinterherzuflitzen – das gestochen scharfe Bild ist in Wirklichkeit eine optische Täuschung, da es diese Schärfe aus einem Abbildungsvorgang gewinnt, der auf eine maximale Ausblendung der Geschwindigkeit abzielt, in der sich die einzelnen Teilchen hin und her bewegen. Kurz: Die Fotos der camera obscura interpretieren die Zeit, sie setzen sich mit der Zeit, der Vergänglichkeit auseinander. Die lange Belichtungszeit erzielt dabei zusätzlich zwei Effekte, die in einem weiteren Bogen auf das Grundthema der Zeit bezogen sind. Zum einen wird in vielen Fotos der Verlauf der Sonne nachgezeichnet. Man sieht an den Fotos, ob die camera gegen Osten gerichtet wurde, wenn langsam die Sonne steigt oder gegen Westen, wenn sie abfällt. Man sieht an den Fotos die Bewegung der Erde, wenn am nächsten Tag sich ein etwas höherer Streifen der Sonne abgebildet hat – im Winter und Frühjahr stehen diese Streifen enger zusammen, im Sommer ziehen sie sich weiter auseinander. Trotz Sonne und Tageslicht stehen die Bilder, jedenfalls die 7 Tage belichteten Bilder, aber ohne Schatten da. Wahrscheinlich wirken sie daher auf eine gewisse Weise magisch, unbestimmt. Der Schatten gibt die dem Licht abgewandte Seite wieder, mithin steht der Schatten für die dunklen Seiten, für den Schatten des Mörders in den Filmen von Orson Welles. Die Fotos wirken so, als seien sie mitten in der Nacht fotografiert und künstlich aufgehellt, wie am Morgengrauen, wenn das Licht noch nicht die Kraft hat, Teile des Bildes auszuleuchten, um andere Teile in den Schatten zu stellen. Dh, die lange Belichtungszeit der camera obscura überspringt sozusagen Tag für Tag die Kraft der Sonne, das eine zu erhellen und das andere ins Abseits zu setzen. Es bleibt die Summe all dessen. Der Schatten zieht wie die Sonne über das Bild und verleiht dem Foto seine Bewegungsunschärfe, seine Magie. Der 7.Tag markiert in der Schöpfungsgeschichte den Ruhetag, anders gesagt: die Fertigstellung der Schöpfung. Aber ist die Schöpfung wirklich fertig?

Der Philospoh Ernst Bloch sagt: Wir sind, aber wir haben uns noch nicht. Für mich halten die hier gezeigten Fotos gewissermaßen diesen Augenblick fest – ja, das Geschaffene ist da, es ist zur Welt gekommen, es ist da – aber wir warten doch noch darauf, darin uns zu haben, uns in den Grenzen von Licht und Schatten immer wieder neu zu sehen, zu erfinden, zu haben. Ernst Bloch hatte die Angewohnheit, über dies und andere philosophische Fragen in dem Sessel nachzudenken, den er bei seinen Vorträgen in der Gastl-schen Buchhandlung benutzte. Przemek Zajfert hat dieses Objekt der Begierde – ich habe in Tübingen studiert, ich kann das beurteilen – abgebildet, es hängt in der kleinen Tübingen Reihe im Nebenraum. Dort sehen sie auch ein Foto von Walter Jens, ebenfalls eine Tübinger Lokalgröße, die es zu literarischem Ruhm gebracht hat. Walter Jens in seinem Sessel in seinem Studierzimmer – zwei Stunden, mal stand er auf, mal bewegte er sich, mal blieb er sitzen – sein Körper wie ein Geist, der über das Bild huscht; ein fast prophetisches Foto, wenn man bedenkt, wie in der Folge das Leben von Walter Jens sich langsam von der Erde verabschiedete. Mit diesem Hinweis beende ich die Einführung in diese Ausstellung, über deren Zustandekommen ich mich sehr freue und erkläre sie für eröffnet. Schauen Sie sich in den Räumen um, und kommen dann nach draußen – draußen wartet Musik und dann der Vortrag von Hans-Martin Heinemann aus Hannover.

 

 

 

Weil der Stadt 100/2015
Weil der Stadt 100/2015

CAMERA OBSCURA

ist ein dunkler Raum, mit einem Loch in der Wand. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein verkleinertes und auf dem Kopf stehendes Abbild der Umgebung. Befindet sich dort mit Silberbromid beschichtetes Fotopapier kann man dieses Abbild aufzeichnen, man spricht dann von einer Lochkamera – einfachstem Fotoapparat.

Schon vor 1000 Jahren nutzte so ein Gerät der Araber Alhazen zum Beobachten von Sonnenfinsternis, auch Aristoteles erkannte das Prinzip, aber es ist Johannes Kepler, der in seinem 1604 erschienenem Werk  Astronomiae Pars Optica die Funktionsweise der "Camera Obscura", der Lochkamera vollständig erklärt.

So ist das Projekt  „EDITION - Weil der Stadt 100/2015“ das am 28. Mai in der Wendelinskapelle beginnt, auch eine Hommage an den berühmten Astronom.

Es gibt genau hundert Lochkameras für hundert Fotografien dieser Sonderedition. Wer eine solche erwirbt, kann ein langzeitbelichtetes Bild eines beliebigen Objekts in Weil der Stadt anfertigen. Das belichtete Original wird dann von P. Zajfert digitalisiert und der Edition hinzugefügt - gerne auch mit einem kurzen Text über Ort und Entstehung der Arbeit.*

Einige Ansichten aus Weil der Stadt im Großformat werden in der Kapelle zu sehen sein, neben Kleinformaten aus „THE 7th DAY/an art project with a Camera Obscura/ “ sowie einer großen Camera Obscura Installation.

Die Finissage mit allen entstandenen Arbeiten ist am 3. und 4. Oktober 2015 in der Badtorstr.18  Kunstzeichnen  von K.Fabelova in Weil der Stadt zu sehen.

WMF/Geislingen
WMF/Geislingen

"Camera Obscura  - Vermessung der Zeit", Installation und Fotografie, 2013, Photos Markus Sontheimer

Metamorphosen
Metamorphosen
Einladung zur Teilnahme am Deutsch-Polnischen Kunstprojekt „Metamorphosen“

HUND&KATZ ist eine private Künstlerinitiative, die vor gut 10 Jahren von Claudia und Peter Lutterkord, Krystyna Bobrowska-Cates sowie Marita Benke-Gajda auf polnischer Seite ins Leben gerufen wurde. Wir haben uns die Begegnung und den Austausch mit polnischen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Raum Krakau zum Ziel gesetzt. und mittlerweile mit vielen „Mitstreitern“ gemeinsame Treffen organisiert. 2015 waren wir bei der polnischen Gruppe in Krakau zum Ausstellungs-Projekt „Diesen Augenblick festhalten“ zu Gast. Mehr Info unter: http://www.xn--kulturfrderverein-wrmtal-roc2o.de/

Projekt 2016

Polnische und deutsche Kunstschaffende werden eingeladen, zum Thema „Metamorphosen“ Ideen bzw. Arbeiten einzureichen und in Etappen gemeinsam eine Ausstellung zu entwickeln

Im Rahmen des Projekts "Metamorphosen" werden von den Teilnehmern auch Langzeitbelichtung Fotografien angefertigt. Auf dieser Seite finden Sie die Ergebnisse.
10 Tage Lampertheim
10 Tage Lampertheim
Lampertheim

 

Dem Stuttgarter Fotografen Przemek Zajfert schwirren viele außergewöhnliche Ideen im Kopf herum. Und die verwirklicht er auch in ansehnlichen Kunstprojekten. Etwa im aktuellen - mit dem Titel "der 7. Tag". Im Mittelpunkt steht die Camera obscura.

Begehbare Kamera
Das Grundprinzip: Jedes Objekt, das leuchtet - die Sonne oder eine Lampe -, schickt in alle Richtungen Lichtstrahlen aus, die sich dann geradlinig ausbreiten. Fällt nun durch ein kleines Loch in einen finsteren Raum Licht, müssen sich die Lichtstrahlen in dieser Öffnung kreuzen. Dann verstreuen sich die Strahlen wieder und projizieren auf die gegenüberliegende Wand ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild der Umgebung.

Einige auf diese Art entstandene Bilder hat Przemek Zajfert ausgedruckt und mit in den London Pub gebracht. Wirt Friedrich Hackstein hat den Fotografen mit seiner zusammenklappbaren Bude - einer begehbaren Camera obscura - auf der Bensheimer Kunstmeile stehen sehen. Er war von der einfachen Technik der Lochkamera fasziniert und lud den Künstler zu sich ein. Denn Hackstein wollte diese Technik für Lampertheim als Kunstprojekt "10 Tage in/aus Lampertheim" umsetzen. Das bedeutet, der "Fotograf" solle eine Belichtungszeit von zehn Tagen anwenden.

Jetzt präsentierte Przemek Zajfert die Camera und ihre Ergebnisse im Biergarten des London Pubs. Auch sein Sohn Tomas kam mit nach Lampertheim. Er hilft seinem Vater bei der umfangreichen Projektarbeit, etwa mit der Betreuung des Internetauftritts und des Facebook-Profils. Der 18-Jährige hat gerade Abitur gemacht.
Lange Belichtungszeit

"Der Titel ,der 7. Tag' wurde deshalb gewählt, weil die Belichtungszeit mindestens so lange dauert", erklärte Przemek Zajfert. Seine Kunst ist als Internetprojekt ausgelegt. Daran beteilig en sich derzeit rund 2000 Menschen weltweit. "Von Tokio bis Los Angeles", so Zajfert. Und das bringe einiges an Arbeit mit sich. So hat er beispielsweise die Gebrauchsanweisung von einem japanischen Professor auch in dessen Sprache übersetzen lassen.

Jetzt hielt der Künstler die Sets mit der Lochbildkamera und Zubehör im Biergarten bereit und erklärte die Vorgehensweise: Nutzer müssen die Dose an einem geeigneten Ort anbringen und im Sommer sieben Tage und im Winter 14 Tage belichten lassen. Danach nehmen sie das fertige Negativ bei gedämpftem Licht aus der Dose, packen es in den beigelegten Umschlag und schicken es zum Atelier Zajfert.

Przemek Zajfert scannt dann die Negative ein und die Bilder können im Internet angeschaut und heruntergeladen werden. Durch die Teilnahme habe man Zugang zum Internetarchiv, das mit einem Passwort geschützt ist. "Die Nutzungsrechte teilen sich die Teilnehmer untereinander. Jeder kann seine Bilder speichern und ausdrucken", so Zajfert. Einige dort machten sich nun Gedanken, wo in Lampertheim sie ihre Lochkamera aufhängen könnten.

© Südhessen Morgen, Dienstag, 03.07.2012

Links:

Außergewöhnliche Lichtfänger

Verblüffende Bilder nach zehn Tagen Belichtung.

Lampertheim aus einer anderen Sicht

Seeburg
Seeburg

Seeburg ist ein malerischer Teilort von Bad Urach, am Rande der Schwäbischen Alb - mit Hangschlucht, unterirdischem Stollen, Herrenhaus, Schlössle und Steinbrechertradition. Am Kreuzungspunkt von 4 malerischen Tälern gelegen und mitten in der Sagenwelt von Rulamann. Ein Weiler mit Seele und Charakter.
Das Projekt 7 Tage Camera Obscura ist in Zusammenarbeit mit Przemek Zajfert über ein Jahr geplant. Eine Auswahl der zufällig entstandenen Bilder soll in der Kulturscheune am Burgberg in einer Eröffnungsausstellung gezeigt werden. Sobald das charmante alte Tuffsteinhäusle zur Künstlerpension saniert ist.

Andrea Steidle